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Bavaria Grundstücks- und Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG

Bavariafonds – Blindpool oder Sickergrube?

Ein undurchsichtiges Anlagemodell, ungewöhnliche Vertriebspraktiken enorme Verluste, hoher Kostenaufwand - keinem der Anleger dürfte klar sein, worin er sein Geld investiert hat.

Die Bavaria Grundstücks- und  Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG wurde 1993 gegründet. Initiator des Fonds ist die Bavaria Grundstücks- und Vermögensverwaltungs Beteiligungs GmbH und der inzwischen verstorbene Rechtsanwalt, Herr Michael Kaspar. Es handelt sich um eine in Branchenkreisen so genannte „Blindpool-Kapitalanlage“. Die Investitionsbereiche der Gesellschaft werden lediglich damit umschrieben, dass es um den Erwerb, die Verwaltung und die Vermarktung von Immobilien, die Beratung über Kapitalanlagen, die Entwicklung von Marketingkonzepten im Immobilienbereich und die Anlage von Kapital in Wertpapieren, Termin- und Festgeldern und Private Equity handelt. Das derzeit einzig vorhandene Immobilienobjekt stellt ein Wohnhaus in Oldenburg (geschätzten Verkehrswert von 5 Mio. €) dar. Ferner hat der Bavariafonds 2003 einen ominöser  „Sachversicherungs-/Kundenbestand“ vom ehemaligen Fondsgeschäftsführer Herrn Hans Peter Posch für 270.000 € erworben. Für welche weiteren konkreten Anlageobjekte das vorgesehenen Gesellschaftskapital von insgesamt ca. 30 Mio. € eingesammelt werden soll, wird offen gelassen.

Genauso fragwürdig wie das Anlagekonzept, erweist sich die Mittelverwendung und das angekündigte Investitionsverhalten des Bavaria Fonds. Die Beteiligungen laufen von 7 bis zu maximal 35 Jahren. Dabei dienen die vorgesehenen Ansparraten zunächst zur Deckung der sog. „weichen Kosten“, welche großzügig mit ca. 22 % am Gesamtinvestitionsvolumen veranschlagt werden, so dass es etwa 12 Jahre braucht, um die einbezahlte Summe wieder aufzufüllen. Von tatsächlichen Investitionen des Bavaria Fonds ist jedoch nichts bekannt.
Alles in Allem bleiben dem einzelnen Anleger nur geringe Chancen, von einem erfolgreichen Fondsverlauf zu profitieren. Bei den immensen „weichen Kosten“ handelt es sich in erster Linie um Provisionen. Dem gegenüber stehen die im Verhältnis eher mickrigen Personalaufwendungen für das Jahr 2004. Diese belaufen sich gerade einmal auf 93.000 €, wovon Herr Marshall in bescheidener Selbstbeschränkung 77.500,00 € in Anspruch nimmt.
Aus den Aufwendung ist ersichtlich, dass es sich bei dem Bararia Fonds in Wirklichkeit nur um einen Ein-Mann-Betrieb handelt. Der Erfolg der getätigten Investitionen und damit des Fondskonzepts hängt demnach an einer Person. Einen Vorstand, Aufsichtsorgane oder gar einen Beirat gibt es nicht. Die Anpreisung von fachlicher Kompetenz vermag sich daher, insbesondere im Hinblick auf das Ergebnis der bisher nebulös verlaufenen, vermeintlichen Investitionen, nicht so ganz erschließen.

Das Branchenmagazin „kapital-markt intern“ urteilte in einem Prospekt-Check von 1996:

„Ein Angebot, dass man sich ersparen sollte.“


Genauere Vorstellungen haben die Fondsinitiatoren hingegen, wie das Geld eingesammelt werden soll. Eine solche hochriskante Kapitalanlage lässt sich eben nur mit einer aggressiven und hartnäckigen Vertriebsstruktur vertreiben. Mit der Vermittlung des Bavaria Fonds wurde hauptsächlich der „ADFM“ beauftragt. Dieser wendet sich gezielt mit Stellenanzeigen an Arbeitssuchende mit vermeintlichen Angeboten für lukrativer Nebenverdienststellen. In Verkaufseminaren wurden durch psychlogisch versierte Referenten die „Stellen“interessenten mittels hoher Renditeversprechen dazu bewegt, schließlich selbst Fondsbeteiligungen zu zeichnen. Da die Arbeitssuchenden oftmals nur eingeschränkt über finanzielle Mittel verfügen, werden sie in den Seminaren dazu gedrängt, bestehende Lebensversicherungen zu kündigen, um die freiwerdenden Gelder in den Bavaria Fonds zu investieren.

Der DeutschenAnlegerStiftung liegt bereits umfangreiches Schulungsmaterial vor, aus welchem sich ergibt, wie die „Stellen“interessenten die Bavaria Fondsanleger für die „ADFM“ werben sollten. Dies spiegelt wieder, welcher Methoden sich der Bavaria Fonds bedient, um die zwischenzeitlich „geschulten“ Laienvermittler zum Abschluss zu drängen.

Anleger der Bavaria Grundstücks- und Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG sollten sich dennoch mit der DeutschenAnlegerStiftung in Verbindung setzten.

Kontakt@DeutscheAnlegerStiftung.de

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Deutsche Anleger Stiftung
Stichwort: Bavaria Grundstücks- und Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG Pettenkoferstr.40
80336 München