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DBVI GmbH & Co. 2. Deutschlandfonds KG

Massive Verluste der DBVI-Gruppe führen zu erheblichen Prognoseabweichungen

Fondsbeschreibung:

Die Deutsche Beamtenvorsorge Immobilienholding AG (DBVI AG) wurde 1990 in München gegründet.
Ziel des Unternehmens ist , Beschäftigten im öffentlichen Dienst einen neuen Weg der Vermögensbildung in Immobilien gangbar zu machen.
Mittlerweile zählen aber auch andere Bevölkerungsschichten zu den Anlegern der Gesellschaft. 
Bei der DBVI AG handelt es sich um eine Vermögensverwaltung in Form einer Aktiengesellschaft.
Das Anlagekonzept der DBVI AG sieht den Erwerb gemischt-genutzter Immobilien in den Zentren deutscher Großstädte über vermögensverwaltende Grundbesitz-Tochtergesellschaften in der Rechtsform von Kommanditgesellschaften vor.
Laut  Pressemitteilung des Unternehmens vom 10. Februar 2005 umfasst ihr Portfolio 17 Immobilien.
Seit 1993 hat die DBVI AG verschiedene geschlossene Immobilienfonds aufgelegt, an denen ca. 15.000 Anleger beteiligt sind.
Betroffen Fonds sind die Deutsche Beamtenvorsorge AG & Co. Deutschlandfonds KG, die Deutsche Beamtenvorsorge AG & Co. 2. Deutschlandfonds KG
die DBVI Renditefonds GmbH & Co. Europapark Rasthof KG, die DBVI GmbH & Co. Rheinfelden KG, die Deutsche Beamtenvorsorge Leasingbeteiligungen GmbH (DBVI Leasingfonds)
und die Deutsche Beamtenvorsorge Leasingbeteiligungen GmbH (DBVI Leasingfonds)

Die DBVI AG bietet folgende Anlagemöglichkeiten: Immobilien-Aktien, Immobilienfonds und Immobilien-Leasingsfonds.
Der geschlossene Immobilienfonds wurde zwischen 1997 und 1999 verkauft und mit Ablauf des Jahres 2000 geschlossen.

Der 2. Deutschlandfonds beteiligte sich einerseits an der Deutschlandfonds KG andererseits an der Realwert KG, die Eigentümerin der unten aufgeführten Objekte ist.

Anleger konnten sich mit einer Einmaleinlage in Höhe von 50.000 DM zzgl. 5% Agio bzw. mit 20.000 DM gemäß eines Einzahlplans gleichfalls zzgl. 5% Agio an der Gesellschaft beteiligen.

Gerade in Bezug auf die Anlegereignung wurde im Prospekt Investoren angesprochen, die sowohl über einen langfristigen Anlagehorizont, als auch über Liquiditätsreserven verfügen.

Aber auch für Interessenten ohne die notwendige Liquidität war der Fonds gedacht.

So wurde u.a. in Zusammenarbeit mit der Privatbank Reithinger die Fremdfinanzierung der Fondsbeteiligung ermöglicht.

Als Verlustzuweisung waren 30,5 %  der Einlage prospektiert. Auf der anderen Seite sollten eine jährliche Ausschüttung von 4,25 % stehen, die über die Laufzeit steigen sollte.

Kommanditisten sind die Deutsche Beamtenvorsorge Immobilienholding AG, Herr Alexander Grau und die Prokurator Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Fondsobjekte sind das Hirschlachufer, Bahnhofstraße 3 und die Neuwerkstraße in Erfurt.

 

Fondsentwicklung:

Auf Grund der Verschlechterung der Immobilienmärkte und der damit einhergehenden Abwertung des Beteiligungsbesitzes hat die DBVI AG Verluste gemacht.
Die Fonds der DBVI AG erfreuten sich großen Zulaufes, was mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf den solide und bodenständig klingenden Namen zurückzuführen ist.
Seit dem Jahr 2001 macht die DBVI AG stets Verluste im zweistelligen Millionenbereich mit der Folge erheblicher Kürzungen der für die Anleger versprochenen Ausschüttungen.
Im Geschäftsbericht der DBVI AG für das Jahr 2003 heißt es, die Liquiditäts- und Ertragslage der DBVI sei „belastet“.
Der Fonds der DBVI GmbH & Co. Deutschlandfonds KG befindet sich aktuell in der Krise.
Im Jahr 2005 lag der Verlust der DBVI AG bei 26 Millionen Euro.
Am 14.06.2006 hat die Deutsche Beamtenvorsorge Immobilienholding AG (DBVI) ihren Geschäftsbericht für 2005 vorgelegt.
Bereits zum wiederholten Male musste ein Geschäftsjahr mit Verlusten geschlossen werden, was insbesondere an einer Wertberichtigung des Immobilienportfolios lag.
Auch die Anleger der Publikumsfonds müssen sich auf erhebliche Verluste einstellen.
Im Jahresbericht unter „Haftungsverhältnisse“, als auch im Konzernjahresbericht auf Seite 11 ist festgehalten, dass die DBVI AG laut Gesellschaftsvertrag der beiden DBVI Deutschlandsfonds GmbH & Co. KG Nr. 1 und 2. verpflichtet sei, zum 31.12.2008 unter Umständen kündigenden Gesellschaftern der beiden Fonds ihre Anteile abzukaufen.
Dies würde das Vermögen der DBVI AG in erheblichem Maße belasten. 
Allerdings würde sich der Kaufpreis an dem Verkehrswert der Beteiligungen orientieren.
Wenn nun zum frühest möglichen Zeitpunkt am 31.12.2008 die Beteiligungen gekündigt werden, wird ein voraussichtlich weit unter diesem Nominalwert liegendes Auseinandersetzungsguthaben in Höhe des Nennwertes ausgekehrt.
Anleger, die ihre Nominalbeteiligung über das Bankhaus Reithinger finanziert haben, droht daher zusätzlich zu den Zinsbelastungen aus dem Darlehen ein erheblicher Verlust.
Zuletzt teilte die DBVI AG den Anlegern ihrer beiden Deutschlandfonds und ihres Leasingfonds noch mit, dass insgesamt nicht von Einlagensicherungs-Einrichtungen erfasste Inhaberschuldverschreibungen der Bank in Höhe von 31,5 Millionen Euro erworben wurden, der Leasingfonds sogar noch weitere 5 Millionen Genussscheine, doch sein diese Forderungen vollständig gesichert durch Abtretung von Darlehensforderungen der Reithinger Bank an die DBVI-Beteiligungsfonds.
Zugunsten der Anleger der Deutschlandfonds bleibt die Hoffnung, dass dies nicht ihre eigenen Darlehensverbindlichkeiten sind.
In diesem Fall würden die Anleger mit Aufbringung der Darlehensforderung die Werthaltigkeit ihrer Fondsbeteiligung stützen.
Vor dem Hintergrund eines Urteils des Landgericht Karlsruhe, in welchem die von der Procurator Treuhandgesellschaft für die Anleger der Deutschlandfonds unterzeichneten Darlehen bei der Landesbank Baden-Württemberg für unwirksam erklärt wurden, bleibt ebenfalls zu hoffen, dass die abgetretenen Darlehensforderungen der Reithinger Bank nicht unter denselben Mängeln leiden.
Auf der nun zwingend notwendig gewordenen außerordentlichen Hauptversammlung, die für den 28. Juli 2006 anberaumt wurde, hatte der Vorstand Alexander Seebacher die Aufgabe diese Verluste der AG zu erläutern.
Nicht unbedenklich erscheint der Punkt, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) der Privatbank Reithinger am 2.August 2006 die Erlaubnis entzog, Bankgeschäfte zu tätigen, da sie die Ansprüche der Anleger durch die Machenschaften des Eigentümers Klaus Thannhuber massiv gefährdet sah.
Dies ist nicht verwunderlich, da das Bankhaus dem Mann gehört, der 1990 die DBVI AG gründete.
Zwar ist er nach dem Erwerb des Bankhauses im Jahr 2003 und auf Einschreiten der BaFin von seinen Posten bei der DBVI AG zurückgetreten, doch zahlen die Fonds-Anleger weiterhin ihre Kredite an das Bankhaus Reithinger zurück.

 

Fondsbewertung:

Viele Anleger haben ihre Anteile an den Beteiligungen der DBVI über Kredite des Bankhauses Reithinger finanziert.
Das Problem ist folgendes:
Die prospektierten Ausschüttungen werden nicht nicht erzielt.
Die Anleger, die ihre Beteiligung fremdfinanziert haben, müssen dennoch für ihre Kredite weiterhin Zins und Tilgung zahlen.
Weiter hat die DVBI Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von ca. 20 Mio. € der Privatbank Reithinger erworben, deren Werthaltigkeit nach aktuellen Informationen zweifelhaft sein soll.
Solche Schuldverschreibungen werden von der Grundsicherung durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH nicht ersetzt.
Durch diesen Verlust könnten die Deutschlandfonds nunmehr auch auf „wackligen Füßen“ stehen.
Für Anleger der Deutschlandfonds, die ihre Einlage durch Kredite finanziert haben, bestehen aber im Einzelfall Möglichkeiten zur Schadensminderung.
Für diese Anleger bestehen gegebenfalls Prospekthaftungsansprüche gegen die Privatbank Reithinger, den Fondsinitiator Klaus Thannhuber, weitere Prospektverantwortliche und gegen den Vertrieb dieser Fonds.
Die Prospektverantwortlichen hätten auf die Gefahren hinweisen müssen, die sich aus dem kaum transparenten Firmengeflecht von Klaus Thannhuber für die Anleger ergeben.
Das gilt vor allem für die DBVI-Fonds, die Anleihen von der Privatbank Reithinger erworben haben.
Da die erforderlichen Prospektangaben zu den besonderen Risiken der engen Verflechtung im Firmengeflecht des Initiators Thannhuber fehlen, bestehen nach Expertenmeinung Prospekthaftungsansprüche.
Für die geschädigten Fondanleger besteht die Möglichkeit der Rückabwicklung der Fondsbeteiligung.
Anleger, die Ihre Beteiligung über die Privatbank Reithinger finanziert und den Darlehensvertrag nicht selbst unterzeichnet haben (sondern die Procurator Treuhand GmbH), müssen ihre Darlehen gegebenenfalls nicht zurückzahlen.
Weiter besteht die Möglichkeit, bereits gezahlte Darlehensraten zurückzufordern.
Bezüglich des Rückzahlungsanspruchs bleibt abzuwarten, welche Quote ein mögliches Insolvenzverfahren erbringen wird.
Auch wenn die Darlehensverträge durch die Anleger selbst unterschrieben wurden, bestehen gute Chancen, die Darlehen nicht zurückzahlen zu müssen.
Zumeist wurden die Kreditverträge durch denselben Vermittler angedient, der auch die Fondsbeteiligung vermittelte.
Legte der Vermittler den Darlehensantrag den Anlegern vor, den diese dann unterzeichneten, ist wohl von einem verbundenen Geschäft auszugehen.
Kann dem Vermittler darüber hinaus eine fehlerhafte, unvollständige Aufklärung vorgeworfen werden und geschah dies vorsätzlich, so muss sich die Bank das entgegenhalten lassen.
Auch Schadenersatzansprüche gegen die beim Vertrieb der Fondsbeteiligungen tätigen Anlagevermittlungsgesellschaften sind denkbar.
Der Vertrieb hätte auf die engen Verflechtungen und die daraus resultierenden besonderen Risiken hinweisen müssen.
Geschah dies nicht, ist der Vertrieb zum Schadenersatz verpflichtet.
Anleger hätten auf bestehende Gefahren und Risiken hingewiesen werden müssen.

Anleger der DBVI GmbH & Co. Deutschlandfonds KG sollten sich mit der Deutschen Anlegerstiftung in Verbindung setzen.

Deutsche Anleger Stiftung

Pettenkoferstr. 40

80336 München

 

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