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MPC Offen Flotte (Santa B-Schiffe)

Die wirtschaftliche Situation der 14 Schiffe hat sich in letzter Zeit erheblich verschlechtert. Geplant ist eine Sanierung der Fonds, bei der neues Anlegergeld erwartet wird. Ausgelaufenen bzw. auslaufende Charterverträge und Neuabschlüsse zu extrem schlechten Konditionen haben zu Liquiditätsproblemen geführt, die nicht einmal durch die Stundung der Darlehensverbindlichkeiten ausgeglichen werden können. Die Einnahmesituation der Fondsschiffe lässt aktuell nicht einmal die Deckung der laufenden Kosten zu. Benötigt werden rund 17 Mio. Euro, die von den Anlegern bereitgestellt werden sollen. Falls die Sanierung scheitert, droht den Anlegern der Verkauf einzelner oder aller Schiffe bis hin zur Insolvenz der Fondsschiffe.

Ob das geplante Sanierungskonzept Erfolg haben wird, ist allerdings fraglich. Zuletzt sind verschiedene Schifffonds trotz Umsetzung kostspieliger Sanierungskonzepte unter erheblicher Beteiligung der Anleger in die Insolvenz geraten. Die Durchführung einer Sanierung bietet somit keine Garantie für eine dauerhafte Stabilisierung des Fonds.

Einer der Gründe für die wirtschaftliche Schieflage ist sicherlich die hohe Fremdkapitalquote. Rund zwei Drittel des Investitionsvolumens stammen aus Bankkrediten, die in Fremdwährungen aufgenommen wurden. Aus diesem Grund sind die Gesellschaften der MPC Offen Flotte auf hohe Charterraten angewiesen, um die hohen Kreditverbindlichkeiten und ihre Betriebskosten zu decken.

Die betroffen Anleger sollten jetzt nicht tatenlos abwarten, sondern ihre rechtliche Situation umgehend durch einen auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen lassen. Möglicherweise stehen ihnen Schadensersatzansprüche gegen die beratende Bank oder den Anlagevermittler zu. Diese sind nach der aktuellen Rechtsprechung verpflichtet, die Anleger vor Vertragsschluss umfassend und richtig über die Risiken und sonstige beteiligungswesentlichen Umstände aufzuklären. Zu der Aufklärungspflicht zählt auch der Hinweis auf die Vergütungen, die für die Vermittlung der Fondsbeteiligung fließen. Die Verletzung dieser Aufklärungspflichten führt unter Umständen zu einem Anspruch des Anlegers auf Rückabwicklung seines Beitritts und der Rückzahlung seiner Einlagesumme.

 

Betroffene Anleger sollten sich bei der Deutschen Anlegerstiftung melden.

 

Christiana Franke

Vorstandsvorsitzende der Deutschen Anlegerstiftung

 

Tel.: 089/59 94 76 44

Fax: 089/59 94 76 45

E-Mail: kontakt@deutscheanlegerstiftung.de