Kontakt  |  Impressum


 

2006 - Oberlandesgericht Düsseldorf: Haftung bei Abweichen der mündlichen Anlageberatung vom Prospektinhalt

Haftung des Anlageberaters auch bei Übergabe eines Emissionsprospekts

 

Das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheidet hier über eine im Jahre 1997 verkaufte Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds.

Der Berater hatte die Einnahmen des Fonds im Beratungsgespräch als sicher dargestellt und die Eignung zur Altersvorsorge versichert.

Er beruft sich allerdings auf die Risikohinweise des überreichten Emissionsprospekts.

Das lässt das OLG jedoch im konkreten Fall nicht zu.

Denn der unerfahrene Anleger, der im persönlichen Gespräch einen Rat sucht, ist individuell zu informieren.

Würde dem Anleger eine umfangreiche Informationsbroschüre genügen, wäre der Wunsch nach einem individuellen Beratungsgespräch überflüssig.

Zugleich fehlte es einer Anlage an der Eignung für eine Altersversorgung, wenn die Rendite nicht gesichert ist und die Beteiligung kaum fungibel ist.

Eine Darstellung, dass es nichts Sichereres gebe, egalisiert zudem selbst einen pauschalen Hinweis auf ein Totalverlustrisiko.

Die Zielrichtung des Beraters ist dann auf Kaufempfehlung abgestellt.

 

 

Diese Entscheidung im Volltext erhalten Sie bei der Deutschen Anleger Stiftung unter

 

Deutsche Anleger Stiftung,

Dachauer Straße 55, 82256 Fürstenfeldbruck

oder

Kontakt@DeutscheAnlegerStiftung.de

 

Bitte geben Sie hier die Nummer Rspr.04/06 an.