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2006 - Oberlandesgericht München: Futura Finanz muss Schadensersatz aus Vermittlung des MSF Master Star Fund zahlen...

Das Oberlandesgericht München verurteilte die Futura Finanz AG zum Schadensersatz im Zusammenhang mir der Vermittlung einer Beteiligung an dem  MSF - Master Star Funds Deutscher Vermögens Fonds 1.

Der Kläger hatte behauptet, der Vertriebsmitarbeiter der Futura Finanz AG habe  jeden Monat Steuervorteile von 80 bis 100 € für die gesamte Vertragslaufzeit versprochen. Eine Rendite von 8 bis 12 % sei möglich und es handle sich um eine absolut sichere Anlageform ohne weitere Risiken. Zudem hat der Futura Finanz Mitarbeiter versprochen, das eingelegte Geld könne ohne jegliche Schwierigkeiten innerhalb einer Frist von 3 Jahren, ja sogar jederzeit, zurückerlangt werden.

Die Futura Finanz AG verteidigte sich mit einer Vernebelungstaktik: Nach dem Verteidigungsvorbringen der Futura Finanz habe es gar keinen Vertrag mit der Futura Finanz zur Kapitalanlagevermittlung gegeben, da keinerlei Bezug auf die Futura Finanz AG aus den Unterlagen ersichtlich sei.

Nach Beweisaufnahme in der Vorinstanz wurde aber festgestellt, dass der Vertriebsmitarbeiter der Futura Finanz von der Futura Vermittlungsprovision erhalten hat. Zudem wies der Vertrag mit dem Master Star Fund als Vermittler die Eintragung "Futura" auf. Ebenso ergab die Beweisaufnahme, dass der Vertriebsmitarbeiter der Futura Finanz tatsächlich behauptet hatte, man könne jederzeit aus den Verträgen aussteigen. Bekanntlich kann man dies bei der langfristigen Kapitalanlage beim Maste Star Fund nicht, so dass hier der Mitarbeiter der Futura Finanz AG (neuerdings: Futura Finanz Zukunftsunternehmen für Finanz- und Wirtschaftsberatung GmbH & Co.KG) eine Falschberatung vorgenommen hat.

Das Urteil reiht sich ein in die gerichtliche Aufarbeitung der Vorgänge um den Master Star Fund. Befasst sind, neben dem Amtsgericht Hamburg als Insolvenzgericht und der Verwaltungsgerichtsbarkeit bezüglich der Rückabwicklungsanordnung des BaFin vor allem auch die Zivilgerichte.

Letztere haben zumindest in zwei Verfahren zugunsten der Anleger entschieden: Das Landgericht Potsdam hat vor kurzen Schadensersatzansprüche eines Anlegers gegenüber dem Vorstand und Geschäftsführer des Fonds zuerkannt.

Das Oberlandesgericht München hat Ansprüche aus der Vertriebstätigkeit der Futura Finanz AG erkannt.

Die oben genannte Entscheidung im Volltext erhalten Sie bei der Deutschen Anleger Stiftung unter

 

Deutsche Anleger Stiftung

Dachauer Straße 55, 82256 Fürstenfeldbruck

oder

Kontakt@DeutscheAnlegerStiftung.de

 

Bitte geben Sie hier die Nummer Rspr.08/06 an.