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2004 - Landgericht Stuttgart: Vermittler von Südwestrenta auch trotz Vorlage des Beratungsprotokolls zu Schadensersatz verurteilt...

Das Landgericht Stuttgart verurteilte eine Kapitalanlageberatungsfirma zum Ersatz des Schadens, der aus der Beteiligung als atypisch stiller Gesellschafter an einer Südwest-Finanz-Vermittllungs AG herrührte (Südwestrenta). Die Anlegerin erhält 6.007,50 Euro wieder und gibt die riskante Beteiligung zurück.

Zur Begründung hatte das LG ausgeführt, das zunächst einmal die Handlungen des eingesetzten Mitarbeiters der Finanzberatungsfirma voll zuzurechnen sind. Im Rahmen des so zwischen der Anlegerin und der Vertriebsfirma zu Stande gekommenen Beratungsvertrages hatte der Mitarbeiter die Anlage bei der Südwestrenta als zur Altersvorsorge geeignet bezeichnet, was diese aber nach Ansicht des grundsätzlich nicht darstellt.

Vielmehr handele es sich um eine Unternehmensbeteiligung, die grundsätzlich spekulativen Charakter hatte.

Das folgt bereits aus der Tatsache, dass bis zu 80 % des Kapitals in Wertpapieren und bis zu 10 % in sog. „Venture Capital“ angelegt wird, was beinhaltet, dass es zu einem weitgehenden Verlust , bis hin zum Totalverlust des angelegten Kapitals kommen kann.

Dem Vermittler half auch die Vorlage eines Beratungsprotokolles nicht weiter. Zwar hatte die Anlegerin bestätigt, voll umfänglich informiert worden zu sein, aber nach Ansicht des Gerichtes war das Gegenteil bewiesen.

Diese Entscheidung im Volltext erhalten Sie bei der Deutschen Anleger Stiftung unter

 

Deutsche Anleger Stiftung,

Dachauer Straße 55, 82256 Fürstenfeldbruck

oder

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Bitte geben Sie hier die Nummer Rspr.05/04 an.