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2006 - Landgericht Göttingen: Göttinger Gruppe erneut zu Schadensersatz verurteilt

Die Göttinger Gruppe wurde in einer aktuellen Entscheidung des LG Göttingen zur Ableistung von Schadensersatz an einen Anleger verurteilt.

Der Kläger beteiligte sich in den Jahren 1994 und 1997 als atypisch stiller Gesellschafter an der Göttinger Vermögensanlagen AG mit mehreren Raten- und Einmalbeteiligungen.
Er klagte auf Rückzahlung seiner geleisteten Einlagen, da er bei der Vermittlung der Beteiligungen fehlerhaft aufgeklärt worden sei.

Die Geldanlage wurde ihm als sicher und zur Altersvorsorge tauglich vermittelt.

Ein Hinweis über ein eventuelles Nachschussrisiko erfolgte ebensowenig wie eine Aufklärung darüber, dass ein Schneeballsystem vorliegt und nur ein geringer Teil der Einlage ihm zu Gute kommen würde. 

Das Landgericht entsprach der Klage und verurteilte die Beklagte wegen Verschuldens des Vermittlers bei der Vertragsanbahnung.
Das Verhalten des Vermittlers müsse sich die Beklagte zurechnen lassen.
Als Schadensersatz bekam der Kläger seine Gesamteinlage abzüglich der ausgezahlten Entnahmen zugesprochen.
Insbesondere sei nach Ansicht des Gerichts zu beanstanden, dass die Beteiligung keinesfalls als „sicher“ bezeichnet werden durfte.

Das sei irreführend und angesichts der mitunternehmerischen Risiken falsch.
Daneben hätte eine Aufklärung über die Nachschusspflicht und das Verlustrisiko erfolgen müssen.
Des Weiteren trifft den Anleger kein Mitverschulden, soweit die schriftlichen Hinweise und Erläuterungen in den Emissionsunterlagen von Seiten des Vermittlers im Beratungsgespräch relativiert werden.

Diese Entscheidung im Volltext erhalten Sie bei der Deutschen Anleger Stiftung unter

 

Deutsche Anleger Stiftung,

Dachauer Straße 55, 82256 Fürstenfeldbruck

oder

Kontakt@DeutscheAnlegerStiftung.de

 

Bitte geben Sie hier die Nummer Rspr.17/06 an.