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Göttinger Gruppe: Ist es 5 vor 12?

Wettlauf der Gläubiger auf Securenta AG:

 

Seit Jahren sieht sich die Göttinger Gruppe dem Vorwurf ausgesetzt, Anlegergelder nicht so investiert zu haben, wie es in den Prospekten angekündigt wurde. Geprellte Sparer versuchen deshalb, ihr Geld wiederzubekommen.

 

 

Hier auszugsweise Negativberichterstattung durch kapital-markt-intern:

 

 

1. kmi 37 aus 2002

2. kmi 20 aus 2003

3. kmi 49 aus 2003

4. kmi 50 aus 2003

5. kmi 37 aus 2004

6. kmi 10 aus 2005

7. kmi 12 aus 2005

8. kmi 16 aus 2005

9. kmi 33 aus 2005

 

Die Kosten der Prozesse und geschlossenen Vergleiche zehren an der Liquidität des Unternehmens. Inzwischen hat die Volksbank Göttingen der Securenta AG, die als Hauptunternehmen der Göttinger Gruppe gilt, fristlos das Geschäftskonto gekündigt. Die Bank begründet diesen Schritt damit, dass auf dem Konto Anfang Juni kein Guthaben mehr vorhanden gewesen sei. Der Finanzkonzern habe bei über 100 000 Anlegern mehr als eine Milliarde Euro eingesammelt, die mit großer Wahrscheinlichkeit verloren seien. Derzeit liefen gegen die Göttinger Gruppe etwa 5000 zivilrechtliche Klagen und rund 500 Pfändungen. 

 

Um künftigen Pfändungen aus dem Weg zu gehen, will das Unternehmen jetzt durch Einrichtung eines Treuhandkontos bei der Kreissparkasse Eichsfeld in Thüringen verhindern. Als Treuhänder agiert ein Göttinger Rechtsanwalt, der dem Kreis um die Göttinger Gruppe zuzuordnen ist.  

 

Die meisten Prozesse sind beim Göttinger Landgericht anhängig. In ihnen geht es hauptsächlich um das frühere Hauptprodukt des Konzerns, die so genannte "Securente". Anleger beteiligten sich als stille Gesellschafter an Unternehmen des Finanzkonzerns, die das Geld dann in Immobilien und Firmenbeteiligungen anlegen sollten. Der Erlös sollte am Ende der Laufzeit als "Rente" ausgezahlt werden. Der Bundesgerichtshof entschied bereits, dass Anleger Anspruch auf Schadenersatz haben, wenn sie nicht über die Risiken dieses Anlagemodells - Einlageverlust und Pflicht zum Nachschießen von Geld - aufgeklärt wurden. Für Klagen ist es unter Umständen trotz der dreijährigen Verjährungsfrist noch nicht zu spät: Das für die Göttinger Gruppe zuständige Oberlandesgericht Braunschweig urteilte, daß diese Frist erst dann zu laufen beginnt, wenn der Anleger Kenntnis von den "anspruchsbegründenden Umständen" hatte (Az: 3 U 21/03). Diese Kenntnis sei oft erst mit Einholung des anwaltlichen Rats gegeben. Die Göttinger Gruppe selbst erklärte, man habe "das Immobilien-Portfolio bereits erfolgreich optimieren" können und mehrere Immobilien "zu attraktiven Konditionen von nahezu 20 Millionen Euro veräußert". Noch in diesem Jahr werde es "zu weiteren Abschlüssen" kommen. Die Göttinger Gruppe sei im Übrigen "zahlungsfähig und geschäftlich aktiv". Allein im Geschäftsjahr 2005 seien an Anleger rund vier Millionen Euro ausgezahlt worden. Erfolg versprechender sind immer noch Schadensersatzklagen gegen den persönlichen Anlageberater.  

 

Meistens wurden die hochriskanten unternehmerischen Beteiligungen der Securenta AG zur Altersvorsorge angeraten.  Dabei trägt der Gesellschafter jedoch das volle unternehmerische Totalverlustrisiko. Für diese Beteiligungen des grauen Kapitalmarktes gibt es nicht wie bei Banken üblich, einen Einlagensicherungsfonds. Damit sind diese Beteiligungen zur Altersvorsorge objektiv ungeeignet. Sollte es zur Insolvenz der Securenta AG kommen hätte der Insolvenzverwalter das Recht, gemäß § 236 Abs. 2 HGB, die noch ausstehenden Raten aus den Sparverträgen zu beanspruchen. Dabei hätten die Gesellschafter kaum Möglichkeiten, bereits getätigte Zahlungen zurück zu verlangen. 

 

 Rechtschutzversicherungen müssen diese Angelegenheiten versichern, wenn es sich hierbei um Privat- und Familienrechtschutz handelt, mindestens drei Monate vor  Abschluss der Beteiligung an der Göttinger Gruppe abgeschlossen worden ist und zumindest bis vor zwei Jahren noch bestanden hatte. Das heißt, auch gekündigte Versicherungsverträge können noch herangezogen werden, wenn das Versicherungsende nicht länger als zwei Jahre zurückliegt.  

 

Beiträge zu dubiosen Interessensgemeinschaften und Mitgliedsbeiträge zu so genannten "Schutzvereinigungen" oder "Opfergemeinschaften" werden von der Versicherung nicht bezahlt.

 

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