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Europ Leasing AG Pleite

Die Europ-Leasing AG & Co. Financial Solutions KG mit Sitz in Hamburg ist insolvent. Am 13.12.06 wurde die Eröffnung des Insolvenzverfahrens, das unter dem Az. 67a IN 525/06 läuft, beschlossen, zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Stefan Denkhaus aus Hamburg bestellt.

 

Ein Tag Später wurde über das Vermögen der Europ Leasing AG mit Sitz in Haar / München die vorläufige Insolvenzveralterung angeordnet per Beschluss des Amtsgerichtes München unter dem 14.12.2006 ( Az. 1503 IN 4166 / 06 ).

Nach Informationen des Brancheninformationsdienstes fondstelegramm sollen zum 20. Juni 2005 Anleger mit einem Kapital von 7,3 Millionen Euro als atypisch stille Gesellschafter an der EuropLeasing AG beteiligt gewesen sein. Der erstmals im August 2003 aufgelegte Leasingfonds der EuropLeasing soll bis Mitte 2005 4,6 Millionen Euro eingesammelt haben. Gelder, die angesichts der Insolvenz verloren sein dürften. 

 

In der Vergangenheit entstand der Eindruck, bei der EuropLeasing würden wirtschaftliche Probleme und Risiken für die Anleger gezielt verharmlost. Warnungen des Brancheninformationsdienstes kapital-markt intern, der bereits 2004 mehrfach auf die desaströse Umsatzentwicklung und Diskrepanzen zu den Fondsprospekten hingewiesen hatte, wurden insbesondere bei den Vertrieben nicht ernst genommen. Noch im Jahr 2006 wurden Beteiligungsangebote der EuropLeasing als "renditestarke Anlage mit geringem Risiko" gepriesen und mit "Hohe Sicherheit bei hoher Rendite" bewertet. Die Nachrichtenlage und die veröffentlichten Zahlen wurden dabei offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen.

 

Seit vielen Jahren wurde die Europ-Leasing-Gruppe in der Wirtschaftspresse massiv kritisiert. Im Zentrum der Kritik: Massive Abweichungen der prospektierten Zahlen von der tatsächlichen Unternehmensentwicklung. Der Branchendienst kapital-markt intern stellte fest, dass von für 2002 für die EuropLeasing AG prognostizierten Leasing-Erlösen von 45,5 Mio. Euro lediglich ca. 3,6 Mio. Euro erzielt wurden. 2004 wurde statt prospektierter 102 Mio. Euro tatsächlich nur ein Umsatz von 3,95 Mio. Euro erzielt. Angesichts dieser Fakten ist nicht nachvollziehbar, dass die EuropLeasing selbst und die Vermittler regelmäßig darauf verwiesen, die EuropLeasing AG sei "seit mehreren Jahren erfolgreich im Leasing-Geschäft" tätig.

 

Noch im April 2006 schrieb EuropLeasing AG-Aufsichtsrat und Rechtsanwalt Herbert Friedrich in experten.de, bei der EuropLeasing AG seien die die Voraussetzungen für die kontinuierliche Unternehmensentwicklung geschaffen und bezeichnete die kritische Berichterstattung als Racheaktion von wegen Erfolglosigkeit entlassener Leasing-Vertriebsmitarbeiter. Dabei waren ihm zu diesem Zeitpunkt die massiven Verfehlungen sowohl der prospektierten Umsatzziele als auch der prospektierten Zeichnungssumme bekannt. Dass dies erhebliche Auswirkungen auf den Anlageerfolg haben wird, war dem Prospekt zu entnehmen. Dort findet sich folgender Hinweis: "Ein gegenüber der Planung schlechterer Plazierungs- und/oder Einzahlungsverlauf würde die kalkulierten Fondsergebnisse negativ beeinflussen."

 

Zur möglichen Insolvenzquote können noch keine Angaben gemacht werden, Betroffene sollten jedoch unbedingt ihre Forderungen anmelden. Gelegentlich wurde auch bereits die Vermutung geäußert, dass hinter allem ein sog. „Schneeballsystem“ stecken könnte, auch ein Kapitalanlagebetrug kann zumindest nicht ausgeschlossen werden.

Neben den Initiatoren, denen angesichts ihrer genauen Kenntnis des Unterschieds zwischen prospektierten Erwartungen und tatsächlichem wirtschaftlichen Erfolg wohl der Vorwurf des Betruges gemacht werden muss, haften insbesondere die Anlageberater und -Vermittler den geprellten Anlegern auf Schadenersatz. Geschädigte Anleger sollten unbedingt anwaltlichen Rat in Anspruch nehmen um ihre Ansprüche prüfen zu lassen. 

 

Insbesondere atypisch stille Beteiligungen auf Ratenzahlungsbasis bergen das Haftungsrisiko, nach § 236 Abs.2 HGB. Der Insolvenzverwalter kann die ausstehenden Raten von den Anlegern beanspruchen ohne dass diese eine reelle Möglichkeit hätten, das eingezahlte Kapital zurück zu erlangen. Nur Anleger die fehlerhaft beraten worden sind, können mit Gegenansprüchen aufrechnen.

 

Anleger sollten sich daher dringend mit der Deutschen Anleger-Stiftung in Verbindung setzen.

Deutsche Anleger Stiftung
Pettenkoferstr. 40
80336 München

Kontakt@DeutscheAnlegerStiftung>


Fax:  089 - 59 94 76 45
Tel.: 089 - 59 94 76 44
 

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- Schilderung des Sachverhaltes mit eigenen Worten
- ggf. Rechtschutzversicherungsunterlagen
- ggf. Korrespondenz mit Anwälten, Staatsanwaltschaft etc.
 
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Durch die Einreichung der Unterlagen entstehen Ihnen mit Ausnahme der Versandkosten keine zusätzliche Kosten. Die Deutsche Anleger Stiftung wird die Unterlagen kostenlos sichten.