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Medienleasingfonds mit Schuldübernahme: Anleger müssen mit drastischen Steuernachzahlungen rechnen

Nachdem die Finanzbehörden bereits vor Wochen entsprechende Ankündigungen gemacht haben, zeigen sich nun entsprechende Ergebnisse bei der endgültigen steuerlichen Bewertung von Medienleasingfonds mit Schuldübernahme einer Bank. Nach Beendigung der Betriebsprüfung bei dem KGAL-Fonds 131 haben die Finanzbehörden festgelegt, dass der Barwert der schuldübernommenen Zahlungen im ersten Jahr des Fonds zu aktivieren ist. Damit reduziert sich die Verlustzuweisung für das Einstiegsjahr 2001 von 100 auf 13 Prozent. Demgemäß müssen betroffene Anleger mit hohen Einkommenssteuernachzahlungen rechnen. Für einen Anleger mit Spitzensteuersatz könnten so Nachzahlungen von knapp 50 % der Einlage die Folge sein. Die Gesellschaften können noch den Rechtsweg beschreiten und die Aussetzung der Vollziehung beantragen.
Der Erfolg dieser Maßnahmen bleibt jedoch ungewiss. Im negativsten Fall kommen noch weitere Zinsen zu den Forderungen des Finanzamtes hinzu. Betroffene Anleger sollten angesichts der dramatischen Veränderung der Anlagesituation rechtzeitig prüfen lassen, ob die Emissionsunterlagen ausreichend auf die Beurteilungsspielräume der Finanzverwaltung hinweisen. Ebenso muss bei einer Beratung auf etwaige Risiken hingewiesen werden, was durch rechtzeitige Übergabe eines richtigen und vollständigen Emissionsprospekts erfolgen kann. Anleger bei betroffenen Medienleasingfonds sollten sich bei der Deutschen Anlegerstiftung melden.


Christiana Franke
Vorstandsvorsitzende der Deutschen Anlegerstiftung

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