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Gehen nun auch noch die Schifffonds baden?

Auch die Schifffonds geraten zunehmend unter Druck. Nachdem bereits geschlossene Immobilienfonds und Medienfonds tatkräftig zur Vernichtung von Anlegervermögen in Deutschland beigetragen haben, scheint nun eine vergleichbare Entwicklung bei bestimmten Schifffonds aufzutreten. Fallende Auftragszahlen, sinkende Charterraten und nicht zuletzt überzogene Kalkulationen tragen hierzu bei. Fachblätter berichten von mindestens 70 Fondsschiffen, die bereits zahlungsunfähig sind oder dringend frisches Geld benötigen. Dabei sind oftmals die beteiligten Banken entscheidend für die Entwicklung. Sie können über Kreditmittel entscheiden und haben so das Schicksal des Fonds in der Hand. Die Schiffe können bei einer Pleite des Fonds günstig übernommen werden und dann später gewinnbringend verkauft werden. Die beteiligten Anleger haben bei einer Insolvenz des Fonds das Nachsehen. Im gegebenen Fall drohen ihnen sogar weitere Nachzahlungen bei Erhalt von Liquiditätsausschüttungen. Betroffen sind mehr als 100.000 Anleger, deren Beteiligungen an Wert verloren haben. Wenn der Anleger zudem noch sein eingelegtes Eigenkapital fremdfinanziert hat, drohen ihm weitere hohe Verluste. Denkbar ist jedoch, dass eine Falschberatung bei Erwerb der Beteiligung auch der finanzierenden Bank entgegengehalten werden kann. Gerade Banken müssen auf etwaige Innenprovisionen und Rückvergütungen bei der Kundenberatung hinweisen. Auch eine falsche inhaltliche Beratung über die Beteiligung kann insoweit für den Anleger von Nutzen sein.