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Lehman Brothers: Gerichte verurteilen vermittelnde Banken erneut zu Schadensersatz

Im Verlauf der zahlreichen gerichtlichen Verfahren vieler Anleger wegen des Erwerbs von Anlageprodukten der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers gab es erneut positive Entscheidungen für Anleger, die gegen das vermittelnde Kreditinstitut geklagt haben. Dabei wird zum einen auf die fehlende Aufklärung über das Risiko von Zertifikaten und vergleichbaren Anlagen abgestellt. Zum anderen haben die Institute nicht über die erhaltenen Provisionen aufgeklärt, die sie für den Verkauf der Anlageprodukte von Lehman Brothers erhalten haben. Das Landgericht Frankfurt verurteilte das Kreditinstitut wegen fehlerhafter Beratung beim Verkauf von Lehman Zertifikaten zu vollem Schadensersatz. In einem anderen Verfahren wurde einer 85jährigen Anlegerin sogar nachträglich eine Dokumentation des Kundengesprächs erstellt, um eine vermeintlich richtige Beratung zu belegen. Dennoch verurteilte das LG Frankfurt die Bank. In einem anderen Urteil wurde die Citibank vom Landgericht Frankfurt zu vollem Schadensersatz verurteilt. Das Landgericht Hamburg verurteilte die Dresdner Bank zu Schadensersatz wegen fehlerhafter Beratung bei dem Erwerb von "Lehman Global Champion"-Zertifikaten. Das Landgericht Chemnitz beanstandete die unterlassene Mitteilung hinsichtlich vereinnahmter Provisionen und verurteilte die verklagte Bank auf Rückzahlung.

Angesichts dieser positiven Entscheidungen sollten sich Anleger möglichst bald beraten lassen, da nach Mitteilung aller Experten die Verjährung sehr kurz bemessen ist.


Christiana Franke
Vorstandsvorsitzende der Deutschen Anlegerstiftung