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Drohende Verjährung für Altanleger

Kapitalanleger, die vor dem Jahr 2002 in verschiedene Kapitalanlageprodukte investiert haben, können nur bis Ende dieses Jahres ihre Schadensersatzansprüche geltend machen. Mit Ablauf des Jahres 2011 tritt die Verjährung ein.

 

Wer vor dem 01.01.2002 in geschlossene Fonds, wie Medien-, Schiffs- oder Immobilienfonds investierte und falsch beraten wurde, muss aufgrund der drohenden 10-jährigen Verjährungsfrist bis Ende dieses Jahres seine möglichen Ansprüche geltend machen.

 

Im Zuge der Schuldrechtsmodernisierung im Jahre 2002 führte der Gesetzgeber diese neue absolute Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche ein. Die nach dieser Frist erhobenen Ansprüche können nicht mehr geltend gemacht werden.

 

Mit Beginn des Jahres 2012 wird sich diese Regelung zum ersten Mal in der Praxis auswirken. Betroffene Anleger sollten sich schnellstmöglich und noch vor dem Jahreswechsel anwaltlich beraten lassen. Der Anleger kann sich auf eine fehlerhafte Beratung berufen, wenn der Anbieter in einem Gespräch oder den vorgelegten Unterlagen seine Informationspflichten verletzte, indem er beispielsweise nicht ausreichend über die möglichen Risiken aufklärte oder die Anlage - trotz vorhandener Risiken - als sicher präsentierte.

 

Besondere Bedeutung hat die aktuelle Rechtsprechung zu aufklärungspflichtigen Rückvergütungen bei Anlegern, die von einer Bank beraten wurden und daraufhin Anlagen erworben haben. Hier sollte unbedingt anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen werden.