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Investoren des Medienfonds „Dia“ droht Aberkennung steuerlicher Verlustzuweisungen

Nach Ermittlungen der Finanzbehörden wurde das bei dem Medienfonds „Dia“ Productions GmbH & Co. KG aus dem Hause Hannover Leasing investierte Kapital der Investoren nicht nur in Filmprojekte investiert. Nun droht den Anlegern die Aberkennung ihrer steuerlichen Verlustzuweisungen.

Der strafrechtliche Ermittlungsbericht der Steuerfahndungsstelle des Finanzamts München bestätigt, dass das von den Anlegern aufgebrachte Kapital u. a. aus dem Medienfonds „Dia“ nicht ausschließlich in Filmproduktion investiert wurde. Vielmehr wurde das Geld auf Bankkonten der Landesbank Hessen Thüringen und einer Tochtergesellschaft geleitet. Als Grundlage dienste ein Finanzkomplex „NPV-Letter“, ausgehandelt zwischen der Hannover Leasing und der Hessischen Landesbank.

Es sei von vornherein beabsichtigt gewesen nur einen geringen Geldbetrag in die Filmbranche zu investieren. Das restliche Geld sollte als Festgeld angelegt und nach Ablauf der Fondslaufzeit wieder ausgezahlt werden. Deshalb wurden dem Fonds die Herstellereigenschaft und die Gewinnerzielungsabsicht aberkannt. Als Konsequenz müssen die Investoren nun die erhaltenen Steuervorteile nebst Nachzahlungszinsen von 6 % p. a. an das zuständige Finanzamt zurückzahlen.

Die Fondsgesellschaft sei dabei höchstens als Mitproduzent aufgetreten. Die Tochtergesellschaft der Hessischen Landesbank, Helaba Dublin, hat das Projekt nicht nur fremdfinanziert. Sie agierte vielmehr als Finanzierungspartner, dem das hohe steuerliche Risiko des Fonds von Anfang an bewusst war. Dies wurde den Anlegern verschwiegen. Deshalb müsse Helaba Dublin neben der Fondsgesellschaft aufgrund ihres Wissens mithaften.

Betroffenen Anlegern wird angesichts der drohenden Aberkennung steuerlicher Vorteile dringend geraten sich von einem spezialisierten Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Dabei wird auf die kurzen Verjährungsfristen für Schadensersatzansprüche hingewiesen.