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Dr. Peters VLCC Glory Schiffsfonds in der Krise

Die Situation der in die wirtschaftliche Schieflage geratenen Dr. Peters VLCC Glory wirft für die Anleger zahlreiche Fragen auf. Sollte der Schiffsfonds nicht in der Lage sein, seine aktuellen Verbindlichkeiten zu begleichen, besteht ein erhebliches Insolvenzrisiko für die acht Schiffe. Auch die geplante Kapitalerhöhung ist für die Anleger nicht unproblematisch.

 

Nach Medienberichten gibt es bei den Dr. Peters VLCC Supertankerfonds seit 2009 Charterrückstände. 2010 haben die Fondsgesellschaften einer Reduzierung der Charterraten zugestimmt. Derzeit nimmt der Fonds reduzierten Spotraten, die deutlich geringer sind, als die vereinbarten Einnahmen. Die Chartergesellschaften haben sich verpflichtet, die rückständigen Differenzbeträge bis 2014 zu begleichen. Falls diese Beträge bis 2014 nicht bezahlt werden, steht die Zahlung gestundeter Zins- und Tilgungsraten an die finanzierenden Banken in Frage. Sind die Schifffonds dann wegen fehlender Mittel nicht in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Banken zu begleichen, droht den acht Schiffen der Dr. Peters VLCC Glory Reihe die Insolvenz.

Problematisch ist auch die für die Schiffsfonds geplante Kapitalerhöhung (sog. „Enthaftungsmodell“). Es ist fraglich, wie die im Rahmen der Kapitalerhöhung geleisteten Zahlungen im Falle einer Insolvenz bewertet werden. Falls der Insolvenzverwalter die Zahlungen im Rahmen der Kapitalerhöhung nicht als Rückgewähr von Ausschüttungen anerkennt, wird er die Anleger erneut zur Rückgewähr von Ausschüttungen auffordern. Für die Anleger würde das bedeuten, dass sie ihre Einlage und die Zahlungen im Rahmen der Kapitalerhöhung verlieren und die Ausschüttungen erneut zurückzahlen müssen.