Kontakt  |  Impressum


 

Lloyd Schiffsfonds LF 35 MT „Colonian Sun“ droht Insolvenz

Ein weiterer Schiffsfonds steht vor dem Aus.. Die Anleger des Lloyd Schiffsfonds LF 35 MT „COLONIAN SUN“ sollen bis zum 19.06.2012 entscheiden, ob sie dem vorzeitigen Verkauf des Rohöltankers MT Colonian Sun oder einer die Insolvenz abwendenden Kapitalerhöhung zustimmen.

 

Der 2003 aufgelegte Schifffonds ist laut Presseberichten nicht mehr in der Lage seine laufenden Darlehensverbindlichkeiten zu bedienen. Als Lösung für die wirtschaftlichen Probleme wird der Verkauf des Rohöltankers Colonian Sun vorgeschlagen.

 

Den betroffenen Anlegern des Fonds drohen nun hohe Verluste. Entscheiden sie sich gegen den Verkauf, könnte der Schiffsfonds zeitnah seine Insolvenz anmelden. In dem Fall könnten die Anleger ihr gesamtes investiertes Geld verlieren. Doch selbst wenn sie sich für den Verkauf entschließen, könnte ein erheblicher Kapitalverlust drohen, da in Fachkreisen nur mit Ausschüttungen in Höhe von 26 % des eingezahlten Kapitals gerechnet wird.

Um das Schlimmste abzuwenden einigen sich aktuell zahlreiche Fondsinitiatoren mit den Gläubigerbanken auf Sanierungskonzepte. Den Preis dafür zahlen oft die Anleger. Neben Ausschüttungssperre und Ausschüttungsrückforderungen sollen sie oft auch weitere Zahlungen leisten.

Betroffene Anleger sind jedoch nicht schutzlos gestellt. Sie sollten sich umgehend von einem auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen, um in Betracht kommende Abwehrmaßnahmen überprüfen zu lassen.

Sollten Anleger von ihrer Bank oder ihrem Anlageberater nicht umfassend über die Risiken der Beteiligung an einem Schiffsfonds aufgeklärt worden sein, so bestehen unter Umständen Schadensersatzansprüche. Diese können möglicherweise auch gegen die Fondsinitiatoren und den Vertrieb des Fonds geltend gemacht werden. Sie ergeben sich häufig aus einer Falschberatung oder unzureichender Prospektinformation.

Unserer Recherche zufolge wurden viele der derzeit wirtschaftlich angeschlagenen Fonds von Banken und Sparkassen vertrieben. Dabei wurde häufig nicht auf die Möglichkeit des Totalverlustes hingewiesen bzw. die Höhe der Rückvergütungen verschwiegen. Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bestehen deshalb in bestimmten Fällen Chancen für die Schifffondsanleger, Schadensersatzansprüche geltend zu machen.