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Bayernfonds BestLife 1: US-Lebensversicherer in der Krise

Der US-Lebensversicherungsfonds Bayernfonds BestLife 1 weist Pressemeldungen zufolge eine erschreckende Bilanz auf. Betroffene Anleger können unter Umständen Schadensersatzansprüche gegen die beratende Bank bzw. den Anlageberater geltend machen.

 

Nach neusten Statistiken wurden vom Bayernfonds in den letzten Jahren nur knapp 17 % der erwarteten Einnahmen erzielt. Zudem fielen die Ausgaben deutlich höher aus als eingeplant. Insgesamt verzeichnete der Fonds in den letzten Jahren hohe Gesamtverluste und eine stagnierende Gewinnerwartung. Deshalb war es keine Überraschung, als der Bayernfonds einen unerwarteten Kredit in Höhe von 30 Mio. US-Dollar aufnehmen musste. Der Grund dafür war eine Fehlkonzeption des Fonds, dem eine falsch berechnete Lebenserwartung der Versicherten zugrunde lag. Aufgrund der schlechten finanziellen Lage erhielten die Anleger sogar entgegen den Prospektangaben in den Jahren 2009 und 2010 gar keine Ausschüttungen aus dem Fonds. Eine Besserung der Finanzlage ist derzeit nicht in Sicht.

Die betroffenen Bayernfonds-Anleger sind jedoch nicht schutzlos gestellt. Nach der aktuellen Rechtsprechung bestehen unter Umständen Chancen, Schadensersatzansprüche gegen die Verantwortlichen durchzusetzen. Als Folge können die Anleger dann ihren Schaden Zug um Zug gegen die Rückübertragung der Beteiligung ersetzt verlangen.

 

Christiana Franke

Vorstandsvorsitzende der Deutschen Anlegerstiftung