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Infoveranstaltung Geschädigte Leipzig West AG & DM Beteiligungen AG

Die Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG hat am 19.06.2006 beim Amtsgericht Leipzig Insolvenzantrag gestellt. Seit 1999 hat das Unternehmen Inhaber-Teilschuldverschreibungen u.a. mit 6,25 % Zinsen pro Jahr für drei Jahre ausgegeben. Etwa 20.000 bis 30.000 Anleger sind um etwa 300 Mio. EUR geschädigt worden. Das faktische Schneeballsystem ist zusammengebrochen, weil es den Initiatoren nicht gelungen ist, genügend neues Kapital zur Bedienung der Ansprüche der Altanleger zu akquirieren. Der Emissionsprospekt der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West legt offen dar, dass neue Leipzig-West-Anleihen aufgelegt wurden, um hieraus fällige Inhaberteilschuldverschreibungen auszuzahlen. Allein dieser Umstand, gepaart mit den utopischen Renditen der Wohnungsbaugesellschaft, schließt grundsätzlich den dringenden Verdacht eines Schneeballsystems nicht aus. Der Wirtschaftsprüfer der seit 2006 insolventen Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West muss einem Anleger Schadenersatz zahlen. Das hat das Landgericht Leipzig entschieden (Az. 08 O 2934/07, nicht rechtskräftig). Der Anleger habe die Inhaberschuldverschreibungen nur gekauft, weil der Wirtschaftsprüfer im Prospekt für 2005 eine ordnungsgemäße Geschäftstätigkeit bestätigte, urteilten die Richter. Das hätte er jedoch nicht tun dürfen, da er den Jahresabschluss der Gesellschaft für 2004 noch nicht vollständig geprüft hatte. Der Mann habe seine Prüfpflichten verletzt. Deshalb müsse er den Kaufpreis für die Schuldverschreibungen plus 4 Prozent Zinsen ersetzen. Das Urteil könnte auch vielen weiteren Geschädigten der Leipzig-West helfen, teilten Dr. Steinhübel & von Buttlar Rechtsanwälte mit. Rund 28000 Anleger haben dort bis zur Pleite im Jahr 2006 knapp 250 Millionen Euro verloren.

 

Die DM Beteiligungen AG hat am 27.06.2006 vor dem Amtsgericht Düsseldorf Insolvenzantrag gestellt (laufendes Az.: 505 IN 159/06). Die Anleger haben sich hier in Form von Teil-Inhaberschuldverschreibungen an der DM Beteiligungen AG beteiligt. Nachdem bereits die Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West AG Insolvenzantrag stellen musste, wurden auch im konkreten Fall Anleger nervös, da ihnen ihr investiertes Geld der zum 01.05.2006 fälligen Anleihe bislang nicht oder nur mit Verzögerung zurückgezahlt wurde. Die Zeitschrift Finanztest warnt auf ihrer Warnliste vor einem Investment in Anleihen der DM. Eine Parallele zu Leipzig-West ist hierbei der stetig wachsende Schuldenberg, der sich durch neue Anleihen erhöht, die wiederum aufgenommen wurden, um andere Anleger zu bedienen. Das Landgericht Düsseldorf hat in einer aktuellen Entscheidung einem Anleger der insolventen DM Beteiligungen AG Schadensersatzansprüche gegen den Vorstand und die Alleinaktionärin der Gesellschaft zugesprochen. Grund der Klage war, dass die Anleger in den Prospekten über die wirtschaftliche Situation der DM Beteiligungen AG nach deren Auffassung bewusst getäuscht wurden. Die Finanzierung der DM Beteiligungen AG erfolgte über direkt vertriebene Inhaberschuldverschreibungen. Nachdem neue Anleger und damit neues Kapital ausblieben, musste die Gesellschaft Insolvenz anmelden. Über das Vermögen der DM Beteiligungen AG wurde am 01.09.2006 durch Beschluss des AG Düsseldorf das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Höhe der zu erwartenden Insolvenzquote ist derzeit ungewiss. Daher machen Anleger vermehrt Schadensersatzansprüche gegen die nach ihrer Ansicht Verantwortlichen geltend. Die Ansprüche stützen sie auf Prospekthaftung und deliktische Haftung. In den Emissionsprospekten der DM Beteiligungen AG wurde den Anlegern zugesichert, dass sie neben einer Verzinsung am Ende der Laufzeit auch das eingezahlte Kapital wiedererhalten würden. Nach den Feststellungen des Insolvenzverwalters war die DM Beteiligungen AG jedoch bereits seit 2003 nicht mehr in der Lage, operative Gewinne zu erwirtschaften. Vielmehr handelte es sich um ein Schneeballsystem, das nahezu ausschließlich von den Geldern neu eingeworbener Anleger lebte. Den Anlegern wurde daher ein völlig falsches Bild ihrer Anlage vermittelt. Das Landgericht Düsseldorf teilt diese Auffassung weitgehend. Die Alleinaktionärin hafte demgemäß nach den Grundsätzen über die bürgerlich-rechtliche Prospekthaftung. Danach haben nicht nur die Gründer, Initiatoren und Gestalter eines Unternehmens für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Prospekts einzustehen, sondern auch diejenigen, die hinter dem Unternehmen stehen und auf die Gestaltung des konkreten Modells entscheidenden Einfluss ausüben. Ausschlaggebend ist, ob der Prospekt mit Kenntnis der Verantwortlichen in den Verkehr gebracht worden ist, wobei auf die Umstände des Einzelfalles, wie die gesellschaftsrechtliche Funktion und ein erhebliches wirtschaftliches Eigeninteresse abzustellen ist. Im vorliegenden Fall hätte die Alleinaktionärin entscheidenden tatsächlichen Einfluss auf die Fassung des streitgegenständlichen Prospektes und seine Herausgabe ausgeübt, da der Prospektinhalt zunächst zwischen dem Vorstand und dem Ehemann der Alleinaktionärin als deren Vertreter abgestimmt worden sei, bevor er den Aufsichtsratsmitgliedern vorgelegt wurde. Deren geäußerte Bedenken am Prospektinhalt wurden ignoriert. Die sich widersetzenden Aufsichtsratsmitglieder, die angekündigt hatten, den Vorstand nicht entlasten zu wollen, wurden abberufen. Letzteres war ebenso wie die Bestellung neuer Aufsichtsratsmitglieder alleiniges Recht der Alleinaktionärin. Durch dieses Verhalten habe sie auf den Prospekt nicht nur in seinem Inhalt, sondern auch in Bezug auf die Herbeiführung seiner Herausgabe entscheidenden Einfluss ausgeübt, da letztere unter dem alten Aufsichtsrat nicht möglich gewesen wäre. Diese Einflussnahme sei vor dem Hintergrund eines vehementen wirtschaftlichen Eigeninteresses der Alleinaktionärin erfolgt. Ohne weitere Einlagen hätte die Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal die Zinsen der bereits ausgegebenen Anleihen bedienen können und die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen beantragen müssen. Die Kenntnisse und Erklärungen ihres sie vertretenden Ehemannes müsse sie sich nach §§ 164, 166 BGB zurechnen lassen. Jedenfalls dieser hätte Kenntnis davon gehabt, dass die Gesellschaft seit 2002 operativ keine Gewinne mehr erwirtschaftete. Er wusste, dass dies im Prospekt keine Erwähnung fand. Aufgrund des fehlenden Hinweises auf die seit mehreren Jahren fehlenden operativen Gewinne war der Prospektinhalt unvollständig. Ein Prospekt muss über sämtliche Umstände, die für die Anlageentscheidung von Bedeutung sind, richtig und vollständig informieren. Dass die Gesellschaft seit 2002 operativ keine Gewinne mehr erwirtschaftete, war ein für die Anlageentscheidung der Interessenten entscheidender Umstand. Wären die Interessenten zutreffend über die sich hieraus ergebende desolate Situation der Gesellschaft informiert worden, hätten sie ihre Gelder der Gesellschaft nicht zur Verfügung gestellt, da der Verlust derselben unter diesen Umständen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten war.

ANLEGER DER LEIPZIG WEST AG & DM BETEILIGUNGEN AG SOLLTEN SICH DRINGEND MIT DER DEUTSCHEN ANLEGER STIFTUNG IN VERBINDUNG SETZEN:


Deutsche Anleger Stiftung
Dachauer Straße 55, 82256 Fürstenfeldbruck

Kontakt@DeutscheAnlegerStiftung.de

Tel: 089 - 12014364

 

Informationsveranstaltung für geschädigte Anleger der Leipzig West AG & DM Beteiligungen AG

Die Deutsche Anleger Stiftung führt in Zusammenarbeit mit den Korresponenzanwälten für die Geschädigten der Kapitalanlage Leipzig West AG & DM Beteiligungen AG Inforveranstaltungen in ganz Deutschland durch:

München

Augsburg

Berlin

Düsseldorf

Frankfurt

Hamburg

 

Anleger der Leipzig West AG & DM Beteiligungen AG sollten sich bei der Deutschen Anleger Stiftung anmelden. Auf dem Tagesordnungspunkten der Informationsveranstaltung stehen unter anderem die rechtliche Darstellung der Kapitalanlage, Handlungsvorschläge für geschädigte Anleger, sowie umfangreiches Informationsmaterial.

Deutschen Anleger Stiftung
Dachauer Straße 55, 82256 Fürstenfeldbruck

oder per E-Mail:

kontakt@DeutscheAnlegerStiftung.de

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